Die Entstehung eines Verdeckes
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Als erstes sind einige Vorbereitungen zu treffen: Die Verdeckstangen müssen ausgerichtet werden, dabei ist die gute Vorarbeit eines erfahrenen Stellmachers unerlässlich. Das Verdeck soll sich später schließlich gut öffnen und schießen lassen. Anschließend werden noch Blenden und Holme bezogen.




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Als erster Schritt wird der Himmel eingebaut.
Dazu wird zuerst das Heckfenster eingepasst.
Wie auf dem Foto ersichtlich habe ich mit dem hinteren Himmelteil begonnen.
Bei dem vorderen Himmelteil folgt nochmals der gleiche Arbeitsablauf:
Zuschneiden, Einpassen, Anzeichnen, mit der Nähmaschine alle wichtigen Nähte nähen und schließlich, wenn man alles richtig gemacht hat, passt das Himmelteil beim Einbau genau.

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Nun wird das Grundpolster angefertigt.
Dazu wird als erstes eine Lage Nesselstoff angebracht.
Dann werden die Spanngurte angenagelt und mit dem Nessel vernäht.
Dabei ist echte Handarbeit gefragt: Bis zu 30 m Naht fallen an und werden von Hand vernäht.

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Nachdem die Lasierfäden angebracht sind, wird das Roßhaar in diese Fäden eingehängt.
Das ist eine echte Geduldsarbeit, denn bis das Roßhaar in Form gezupft und exakt aufgelegt ist geht einige Zeit ins Land.
Trotzdem ist das eine sehr wichtige Arbeit, denn eine perfekte Grundpolsterung ist entscheidend für das gute Öffnen und Schließen, sowie für eine faltenfreie Optik.
Das Grundpolster wird dann nochmals mit einer Schicht Nessel abgedeckt.

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Die letzte Schicht des Verdecks besteht aus dem wetterfesten und besonders strapazierfähigem Verdeckstoff.
Dieser wird zugeschnitten und mit Nadeln am Grundpolster fixiert.
Alle Nähte werden zusammengesteckt und genau angezeichnet.
An der Nähmaschine wird alles zusammen genäht.
Die fertige Verdeckhülle wird anschließend auf das Gestänge auf genagelt.
Lässt sich das Verdeck gut öffnen und schließen und ist auch noch  faltenfrei, so sind Autosattler und der Kunde zufrieden.